Beim ersten Termin wird nicht behandelt – da wird sich kennengelernt. Wer als Kind gute Erfahrungen beim Zahnarzt macht, geht als Erwachsener ohne Angst hin. Das ist bei uns kein Nebenschauplatz, sondern Teil der Behandlung.
Unser erstes Kennenlernen
Beim ersten Besuch schätzen wir Behandlungsbedarf und Behandlungsbereitschaft Ihres Kindes ein und besprechen gemeinsam mit Ihnen die weiteren Schritte. Unser eigens für Kinder eingerichtetes Behandlungszimmer hilft dabei, dass der Umgang miteinander angstfrei bleibt.
Vorbeugung von Anfang an
- Zahnputzschule: Üben, was zu Hause wirklich funktioniert
- Fluoridierung und Versiegelung der bleibenden Backenzähne
- Ernährungsberatung – vor allem zu versteckten Zuckern in Getränken
- Regelmäßige Kontrolle, damit kleine Löcher klein bleiben
Vorbeugung ist einfacher als Therapie

Wir sprechen mit Ihnen über die Ernährungsgewohnheiten Ihres Kindes und darüber, was sie für die Zähne bedeuten. Die wichtigste Regel ist dabei unspektakulär: Helfen Sie Ihrem Kind mindestens einmal täglich – am besten abends – beim Zähneputzen, bis es sicher allein zurechtkommt.
In unserer Zahnputzschule erfahren die Kinder beim gemeinsamen Putzen, worauf es ankommt. So gewöhnen sie sich an regelmäßige Vorsorge, die ein Leben lang ein Baustein der Zahngesundheit bleibt.
Gesunde Milchzähne – gesunde bleibende Zähne
Milchzähne müssen länger halten, als die meisten denken: die hinteren Milchbackenzähne bis etwa elf Jahre, die Eckzähne bis neun, die vorderen Milchbackenzähne bis acht. Sie sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne – und gesunde Milchzähne sind die Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne.
Wenn es doch zu Karies gekommen ist
Warten Sie dann bitte nicht lange: Kleine Defekte lassen sich stressfreier reparieren als große. In den meisten Fällen sorgen die ruhige Atmosphäre, unser Safarizimmer und die Tatsache, dass wir alles vorher in Ruhe erklären, für eine Behandlung ohne Drama.
Wenn Angst im Weg steht
Manche Kinder – und manche Erwachsene – schaffen es trotz aller Geduld nicht auf den Behandlungsstuhl. Dafür haben wir drei Wege:
- Quick-Sleeper-System: eine besonders sanfte Form der örtlichen Betäubung, die kaum zu spüren ist
- Sedierung: möglich ab drei Jahren – das Kind bleibt ansprechbar, ist aber entspannt
- Vollnarkose: in unserer eigenen zahnärztlichen Tagesklinik, mit erfahrenen Anästhesisten. Was sonst viele Termine bräuchte, erledigen wir in einer Sitzung.
Mehr dazu, wie eine Behandlung im Schlaf abläuft, welche Vorbereitung nötig ist und was die Kasse zahlt, steht auf der Seite Behandlung in Vollnarkose.
Auch für erwachsene Angstpatienten
Wer den Zahnarztbesuch jahrelang aufgeschoben hat, bekommt bei uns keine Vorwürfe zu hören. Wir fangen dort an, wo es für Sie machbar ist – oft in Narkose, danach in normalen Kontrollterminen.
Wie Sie Ihr Kind auf den Termin vorbereiten
Am besten beiläufig. Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ oder „Es tut bestimmt nicht weh“ pflanzen den Gedanken erst ein. Besser ist: „Wir fahren nachher zum Zahnarzt, der zählt deine Zähne.“ Vermeiden Sie Begriffe aus der Erwachsenenwelt – Spritze, bohren, ziehen. Und kündigen Sie keine Belohnung an, die nach Entschädigung klingt; nehmen Sie den Termin so selbstverständlich wie den Einkauf danach.
Versiegelung und Fluorid
Die bleibenden Backenzähne brechen etwa im sechsten Lebensjahr durch – oft unbemerkt, weil kein Milchzahn ausfällt. Ihre Kauflächen haben tiefe Furchen, in denen die Zahnbürste nicht ankommt. Eine Versiegelung schließt diese Furchen und senkt das Kariesrisiko deutlich; die gesetzlichen Kassen zahlen sie für die bleibenden Backenzähne. Ergänzend tragen wir bei den Kontrollterminen Fluoridlack auf.
Wenn ein Zahn abgebrochen ist
Bei Stürzen gilt: Zahn oder Bruchstück suchen, nicht abwischen, nicht abspülen. Am besten in einer Zahnrettungsbox transportieren, ersatzweise in H-Milch oder in Speichel. Dann sofort anrufen – je schneller wir den Zahn wieder einsetzen, desto besser stehen die Chancen. Außerhalb unserer Sprechzeiten hilft der zahnärztliche Notdienst.
Termin für Ihr Kind oder für sich selbst: 07222 – 30330.
Häufige Fragen
Ab wann soll mein Kind zum Zahnarzt?
Sobald die ersten Zähne da sind, spätestens zum ersten Geburtstag. Früh und ohne Beschwerden zu kommen nimmt dem Besuch den Schrecken.
Was passiert beim ersten Termin?
Beim ersten Mal wird nicht behandelt. Wir lernen uns kennen, schauen gemeinsam in den Mund und erklären alles – im eigens für Kinder eingerichteten Behandlungszimmer.
Ab welchem Alter ist eine Sedierung möglich?
Ab drei Jahren. Ihr Kind bleibt dabei ansprechbar, ist aber entspannt. Bei größerem Behandlungsbedarf ist die Vollnarkose in unserer Tagesklinik oft der schonendere Weg.
Zahlt die Kasse eine Behandlung in Narkose?
Bei entsprechender Indikation beteiligen sich die Kassen. Wir klären das vorab für Sie und sagen Ihnen, womit Sie rechnen müssen.
Milchzähne fallen doch sowieso aus – muss man die behandeln?
Ja. Die hinteren Milchbackenzähne bleiben bis etwa elf Jahre. Sie sind Platzhalter für die bleibenden Zähne – gehen sie zu früh verloren, wird es später eng.